Die Pengueen Heatmap für die Grundversorgung in Gemeinden

Die Pengueen Grundversorgung

Pengueen ist im Kern als Auffang-Netzwerk konzipiert: Mit Pengueen kann ich Vorsorge für den Fall treffen, wenn ich meine Verantwortungen mal nicht wahrnehmen kann. Deswegen kann ich in Pengueen alle dazu notwendigen Informationen in einer entsprechenden Kategorie hinterlegen. So kann jemand anderes jederzeit für mich einspringen. Dieser “Paten” hat dann Zugriff auf die entsprechende Kategorie und kann sich dann ohne viel Aufwand um mein Haustier, die Wohnung oder andere Dinge kümmern.

Die Grundversorgung in der Pengueen Lebenswelt

Im Zuge dieser Entwicklung haben wir eine Grundversorgung definiert. Das sind Kategorien zu Verantwortungen und Bedarfen, die jeder von uns hat: Zum Beispiel Einkommen, Wohnen, Verträge und Versicherungen, für die es im Notfall jemanden geben sollte, der Zugang zu den wichtigen Informationen und Dokumenten hat und weiß, wo er was findet und was zu tun ist.

Unsere Idee ist, dass sich jeder um die für ihn die wichtigen Themen einfach und digital kümmern kann und dass wir ihm oder ihr für die wichtigsten Punkte einer Grund-Vorsorge Empfehlungen geben: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, etc.

Die Grundversorgung einer Gemeinschaft

Diese grundlegenden Kategorien kann man für jede Gemeinschaft festlegen. In einer Schule sind das zum Beispiel Informationen zu den Schulkindern, wie der Förderstatus, die Abholregelung oder die Teilnahme am Mittagessen.

Für verschiedene Gemeinschaften haben wir in Pengueen unterschiedliche Kategorien als Teil der (im übertragenden Sinne) Grundversorgung definiert.

Bei einer Pflegeeinrichtung sind es zum Beispiel der Arztbrief, die Notfallkontakte, der Pflegestatus und andere zentralen Aspekte der ambulanten oder stationären Pflege.

Pengueen in Gemeinden

Immer mehr Gemeinden und Nachbarschaftshilfen entscheiden sich für den Einsatz von Pengueen zur Entlastung ihrer Verwaltung und zur Organisation – beispielsweise der freiwilligen Helfer einer Nachbarschaftshilfe. Nicht nur ein Gemeinderat kann Pengueen für sich nutzen sondern auch jeder Bürger.

In einer Gemeinde ergeben sich ganz eigene Verantwortungen und Bedarfe im Sinne der Daseinsvorsorge: Sozialer Kontakt, medizinische Versorgung, Lebensmittel, häusliche Pflege, Freizeit, Pate für das Haustier uvm.

Über viele dieser Herausforderungen (nicht nur vor dem Hintergrund des Demographischen Wandels) konnten wir bei unseren Besuchen in Gemeinden mit den Bürgermeistern und Gemeinderäten sprechen.

Dabei wurde schnell klar, dass es für eine Gemeinde, Kommune, Stadt oder Region durchaus Sinn ergibt, ihre Grundbedarfe zu definieren und diese in Pengueen als „Grundversorgung“ für ihre Bürgerinnen und Bürger und die MitarbeiterInnen von beteiligten Institutionen zu hinterlegen.

Jetzt können – nach dem Prinzip des Auffang-Netzwerks – Menschen aus dem Umfeld betreuungsbedürftiger Menschen (oder selbstverständlich die Personen selbst) auswählen, welche dieser Grundversorgungen bereits gegeben ist, welche bei ihnen bereits erfüllt ist und welche nicht. Außerdem: Wer erfüllt diese Grundversorgung?

Der Pflegedienst kümmert sich um die medizinische Versorgung, die Tochter um das Essen und die Einkäufe, der Nachbar um den Garten … andere Grundversorgung, zum Beispiel soziale Kontakte oder ein Fahrdienst sind dagegen noch offen.

Diese Daten können jetzt anonymisiert in einer Landkartengrafik dargestellt werden. So haben Verantwortliche in einer Gemeinde einen direkten Überblick, wo welche Grundversorgungen erfüllt sind und an welcher Stelle sie tätig werden sollten.

Die Pengueen Grundversorgungs Heatmap

Pengueen Grundversorgungs Heatmap (Beispielhafte Darstellung mit Zufalls-Testdaten)

Die grafische Darstellung

Das Ergebnis ist eine sogenannte eine Heatmap oder – konkreter – eine Choroplethenkarte:

Eine Choroplethenkarte (auch Flächenkartogramm oder Flächenwertstufenkarte) ist eine thematische Karte, bei der die Gebiete im Verhältnis zur Verteilungsdichte des thematischen Objektes eingefärbt, schattiert, gepunktet oder schraffiert sind.

Quelle: Wikipedia

Die Daten

Über Pengueen wird das Umfeld betreuungsbedürftiger Personen vernetzt: Nachbarschaftshilfe, Pflegedienste, Paten, (pflegende) Angehörige, weitere beteiligte Personen und Institutionen.

Die Daten darüber, welche Grundversorgung bestehen und wer für welche Grundversorgung die Verantwortung übernommen hat, werden in Pengueen anonymisiert und ausgewertet. Damit auch vom Wohnort kein Rückschlüsse auf konkrete Personen gezogen werden können, werden die Daten geclustert und dann grob grafisch dargestellt. Je mehr Informationen vorliegen, desto genau erscheint der Cluster auf der Karte.

Das Rezept

Diese Daten werden von Pengueen erhoben und ausgewertet:

  • Auf die Daseinsvorsorge ausgerichtete Kategorien für die Grundversorgung eines Menschen in der Gemeinde.
  • Die Erfassung, welche dieser Kategorien durch wen abgesichert sind
  • Die (anonyme) Auswertung dieser Daten auf Basis der Wohnanschrift der betreuungsbedürftigen Person

Perspektivisch ist es selbstverständlich auch möglich, diese Daten nicht nur für pflegebedürftige Personen zu erheben sondern das Modell auf die Bedarfe von allen Bürgern auszuweiten.

Transparenz über Versorgungslücken

Mit der Pengueen Heatmap haben Verantwortliche in den Gemeinden Überblick über die Grundversorgung der Bürger. Je mehr Bürger vernetzt sind, desto belastbarerer sind die Aussagen der Heatmap: Wo fehlt es an Mobilität? Wo sollten beispielsweise Freizeitangebote geschaffen werden, um die sozialen Kontakte zu fördern? Wo besteht bedarf an Nachbarschaftshilfe und in welchen Bereichen?

Dabei kann zwischen den einzelnen Kategorien gewechselt werden, die Farbigkeit der Cluster zeigen die Dringlichkeit an (rot = hohe Dringlichkeit; grün = keine Dringlichkeit).

Damit schafft die Heatmap eine ideale Grundlage für informierte Entscheidungen innerhalb einer Gemeinde. Und nicht nur das: Entscheider auf kommunaler Ebene haben mit den Daten der Heatmap die Möglichkeit, gegenüber einem Landrat, übergeordneten Behörden und Entscheidungsträgern auf Landesebene ihre Situation anschaulich darzustellen und entsprechend Bedarfe anzumelden.

Ich bin sehr gespannt, wie unsere Heatmap genutzt. Ich kann mir vorstellen, dass solche Transparentmachungen nicht immer auf Zustimmung stoßen, aber glaube auch, dass anonyme Datenerhebung und -auswertung zu besseren Entscheidungen führt. Wenn die Bürger positive Effekte sehen, wird auch ihre Akzeptanz dem gegenüber steigen.

Sascha Landowski, Geschäftsführer Pengueen

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