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Dateigrößen reduzieren

Wir limitieren die Dateigrößen von Uploads. Das betrifft Hilfsmittel, Tabellen aber auch Anhänge von Nachrichten und Gruppen-Chats.

Auf dieser Seite wollen wir dir ein paar Tipps geben, wie du die Dateigröße von unterschiedlichen Formaten reduzieren kannst.

Warum ist das wichtig?

Tatsache ist, dass Dateien Strom und Ressourcen benötigen. Daten werden gespeichert (auf dem Handy oder dem Computer), synchronisiert (zwischen verschiedenen Geräten), gesichert und übertragen (Soziale Netze, Cloud-Speicher etc.).

Da Speicher so gut wie nichts mehr kostet und die Geräte und Internetleitungen immer schneller werden und für den Umgang mit großen Dateien kaum noch Einbußen bei der Benutzerfreundlichkeit zu spüren sind .. werden die Daten immer mehr.

Eine einfache E-Mail, die du in deinem Postfach auf dem Server des Providers liegen lässt, verbraucht 2-20 g CO2.

Standard-Einstellungen optimieren

Das nachträgliche Reduzieren von Dateigrößen ist aufwendig. Einfacher ist es, wenn du Vorkehrungen triffst, dass die Dateien erst gar nicht so groß werden. So kannst du z.B. die Standard-Einstellungen der Kamera-App deines Handys reduzieren oder deiner Digitalen Spiegelreflex (eine RAW Datei mit 32 Bit Farbtiefe in 24 MegaPixel ist mal eben ~76 MByte groß!).

Dateien komprimieren

Um die Dateigröße zu verkleinern, musst du die Daten komprimieren. Dazu gibt es verschiedene Verfahren mit verschiedener Wirkung. Möchtest du eine richtig effektive Komprimierung erreichen, also eine sehr kleine Dateigröße mit kaum merkbarer Reduzierung der Qualität, dann musst du dich etwas intensiver mit dem Thema auseinandersetzen. Es lohnt sich aber. Du wirst weniger Speicherkarten, Festplatten und Cloud-Speicher benötigen – und Ressourcen sparen.

Fotos

Bei einer Bilddatei hast du drei Größen, die du beeinflussen kannst:

  • die Auflösung x*y
  • die Anzahl der Farben und die Anzahl der Kanäle, also die Bit pro Pixel
  • je nach Dateiformat den Grad der Komprimierung

Die Rechnung ist einfach: x-Auflösung * y-Auflösung * Bit je Pixel = Dateigröße * Komprimierungsfaktor = komprimierte Dateigröße

Überlege dir, wofür du das Bild verwenden möchtest.

  • willst du es überhaupt aufheben?
  • willst du es teilen? Wenn ja, willst du es nach dem Teilen aufheben?
  • ist es ein Schnappschuss: 1.200 * 1.200 Pixel bei 24 Bit JPeg 80% Qualität reichen da völlig!
  • oder ist es ein wichtiges Andenken an einen emotionalen Moment (mit dieser Motiv-Form werben die Handy- und Kamera-Hersteller 😉 Aber, mal ehrlich, wie oft setzt du dich abends hin, um dir die 120 * 40 Fotos von Sonnenuntergängen anzuschauen?): 3.000 * 3.000 Pixel bei 24 Bit JPeg 95% Qualität reichen da immer noch!
  • Höhere Auflösungen brauchen Profis und denen muss ich hier nichts erklären

Dateiformat – kurzer, nicht abschließender Überblick

  • .gif benutzt als Grundlage der Komprimierung nur 256 Farben
  • .jpg weit verbreitet, je höher die Komprimierung, desto “krisseliger”, man spricht von Komprimierungs-Artefakten
  • .png ermöglicht die Verwendung von Alphamasken (Transparenten Bereichen)
  • .tiff / .tga sind unkomprimierte Dateiformate und ermöglichen so genannte Alphamasken
  • .raw / .nef sind Dateien, in denen eine Digitalkamera alles speichert, was der Sensor erfassen kann. Diese Bilder müssen bearbeitet (man spricht weiterhin von “entwickelt”) werden .. erfahrungsgemäß nimmt man sich das vor .. macht es aber nie 🙂

Videos

Ein Video ist eine Folge von Bildern. Ab 12,5 Bildern / Sekunde empfinden wir ein Video als flüssig. 25 Bilder / Sekunde sind der Fernseher PAL Standard (30 Bilder / Sekunde NTSC). Ein Spiel sollte bei min. 50 Bilder / Sekunde laufen.

So .. rechne selber 🙂

x-Auflösung * y-Auflösung * Bit pro Pixel * Bilder pro Sekunde .. ja, das ist alles. Keine weitere Magic.

Moderne Komprimierungsverfahren (allen voran der DivX Codex; idR Komprimierungsverfahren bei .mp4 Dateien) setzen auf die Trägheit unseres Auges und der Fähigkeit unseres Gehirns, Fehlendes dazu zu erfinden.

Als Richtwert bei der Komprimierung wird in Mega Bit pro Sekunde (MBit/s) gearbeitet. Also wie viele Mega Bit darf das Video pro Sekunde benötigen.

Um das abschätzen zu können, musst du dir die jeweilige Szene genauer anschauen. Wenn die Kamera steht und sich “nur” ein Objekt bewegt, kannst du das stärker reduzieren, als bei einem Kameraschwenk mit sich änderndem Hintergrund. Sportveranstaltungen sind wahre Komprimierungs-Killer.

Tipp: ich würde Videos in einem ersten Schritt immer auf HD Auflösung (im jeweiligen Seitenverhältnis) mit 2 Mbit/s komprimieren. Auch hier gilt: brauchst du es wirklich, ist es wirklich gut genug, geteilt zu werden?

PDF Dokumente

PDF Dokumente entstehen genau genommen durch einen Trick. Das Generieren von PDF Dateien funktioniert wie das Ausdrucken: statt an einen Drucker werden die Informationen aus einer Software “abgegriffen” und daraus eine Datei erzeugt.

Korrekt muss es demnach heißen, dass man jede Datei über die Druckfunktion der jeweils verwendeten Software in ein PDF “druckt”.

Dabei kann man grob zwischen Bildern und Texten unterschieden. Texte (sehr klein) können sogar noch nachträglich verändert werden, Bilder (sehr groß) erhöhen die Dateigröße enorm. Aus verschiedenen Gründen werden manchmal Texte als Bilder interpretiert (z.B. beim Fotografieren oder Scannen eines Dokumentes), dann sind die Dateien nicht mehr veränderbar, nicht mehr durchsuchbar und deutlich größer (Es werden dann keine Informationen über Schriftart, -größe und der Inhalt des Textes, sondern – siehe oben – jeder sichtbare Pixel für sich gespeichert).

Inzwischen sehr bequem, kann man überall und aus allem PDFs generieren. Leider stellen aber nur wenige Programme die sehr umfangreichen (Komprimierungs-)Einstellungen zur Verfügung. Es gibt aber gut – auch kostenlose – Software, um PDF nachträglich zu komprimieren.

Wenn du Pengueen einsetzt, zeigen wir dir gerne, wie du per se mit weniger PDFs auskommst 😉

Word Dokumente und PowerPoint Präsentationen

Wenn Office Dateien ungewöhnlich groß erscheinen, kann das an eingefügten Bildern liegen. Bilder werden in der ursprünglichen Größe in die Dokumente eingebettet – oft deutlich zu viel, als für einen Ausdruck auf A4 benötigt.

ZIP Dateien

Dateien, die in einen Zip Container kopiert oder verschoben werden, werden mit einem speziellen Algorithmus komprimiert. Was man sich dabei bewusst machen sollte: der Algorithmus führt nicht bei allen Dateiformaten zu einer signifikanten Verkleinerung der Datenmenge (z.B. RAW Dateien).