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Vereinsmanagement der Gesundheitsbuddys

23. November 2021

Mit zunehmendem Alter der Menschen nimmt ihre Kraft und Beweglichkeit ab. Die Gelenke zwicken, manchmal schmerzen sie heftig, und die Muskelkraft lässt nach. Irgendwann fällt das Treppensteigen schwer. Dann beginnt der Teufelskreis: Der alte Mensch bewegt sich weniger, was den Abbau der Muskulatur und die Versteifung der Gelenke noch beschleunigt. Die Couch wird von Tag zu Tag gemütlicher, man gewöhnt sich daran.

Diesen schleichenden Teufelskreis möchten die Gesundheitsbuddys durchbrechen. Die Idee dafür kam dem Verein “Selbstbewusst altern in Europa” e.V. 2015, als die Mitglieder von einem Forschungsprojekt an der medizinischen Universität in Wien erfuhren, bei alten Menschen durch Ehrenamtliche wieder Bewegung und Leben in die Wohnung zu bringen. “So viele Therapeuten gibt’s doch gar nicht”, dachte sich Gisela Gehrmann “deshalb braucht es dieses Ehrenamt in den nächsten Jahren sicher in ganz Europa.” Schnell war der Entschluss gefasst, in Potsdam und dem Umland zu starten – mit den Gesundheitsbuddys.

Mit dem Preisgeld eines Wettbewerbs der Robert-Bosch-Stiftung finanzierte der Verein noch im selben Jahr die Ausbildung der ersten 15 Gesundheitsbuddys, die bereits 2016 loslegen konnten. Inzwischen sind fast 100 Aktive ausgebildet und allein in der brandenburgischen Landeshauptstadt mehr als 50 Gesundheitsbuddys im Einsatz. Fast alle sind selbst wenigstens 60 Jahre alt. Sie eint der Anspruch, andere ältere Menschen wieder zu aktivieren. Sie sollen vom Sofa gelockt und zu etwas Bewegung motiviert werden. Das kann schon mit kleinen Übungen im Wohnzimmer und gemeinsamen Spaziergängen beginnen, entwickelt sich aber rasch weiter bis hin zu einem anspruchsvollen Bewegungsprogramm.

Durch das Programm der Gesundheitsbuddys werden Kraft, Koordination und Gleichgewicht gestärkt. Und die Gesundheitsbuddys feiern jeden Erfolg. Gisela Gehrmann berichtet:

“Ein älteres Ehepaar hat drei Jahre lang die Wohnung nicht mehr verlassen. Inzwischen aber gehen sie beide wieder raus. Das Paar redet auch wieder miteinander, weil sie gemeinsam neue Dinge erleben. Und die Tochter muss nicht für jede Kleinigkeit hinfahren.”

Gisela Gehrmann, Gründerin der Gesundheitsbuddys

Aber nicht nur in Privatwohnungen, auch im betreuten Wohnen und gelegentlich sogar in Pflegeheimen sind die Gesundheitsbuddys im Einsatz.

Durch die Motivation der Gesundheitsbuddys bleibt die Generation der Großeltern aktiv. Junge Familien werden zeitlich entlastet und können sich als junge Familie stärker um die eigenen Kinder kümmern. Positiver Nebeneffekt: Als Gesundheitsbuddys lernen die “jungen Alten”, wie Gisela Gehrmann die 60- bis 80-Jährigen nennt, später auch für ihre eigene Bewegung zu sorgen. “Es wäre doch eine Sünde, wenn diese aktive Generation mit dem Eintritt ins eigene Rentenalter nur noch zu Hause sitzt.” Die Gesundheitsbuddys organisieren ihre Hausbesuche eigenverantwortlich und erleben persönlich den Erfolg ihres Engagements. Das sei ein besonders gutes Gefühl.

Gemeinsame Übungen 

Die Koordination der Gesundheitsbuddys, deren Einsätze und die entsprechende Abrechnung sei bislang vielfach über WhatsApp oder per Mail mit unterschiedlichen Excel-Listen geschehen. Schließlich muss jeder Besuch mit der betreffenden Pflegekasse abgerechnet werden. Und die Gesundheitsbuddys erhalten eine angemessene Aufwandsentschädigung vom Verein. Darüber hinaus müssen die Daten neuer Gesundheitsbuddys erfasst und aktuell gehalten werden. “Durch den Wechsel zu Pengueen wird das alles für uns sehr viel einfacher”, freut sich Gisela Gehrmann über die Erleichterung, denn “jeder Gesundheitsbuddy ist nun für die Pflege der eigenen Kontakt- und Kontodaten selbst verantwortlich. Wenn sich da etwas ändert, dann korrigiert er oder sie das allein.”

Zusammen fit halten

“Für den gesamten Vorgang von der Anmeldung als Vereinsmitglied bis zur Abrechnung der Hausbesuche bei den Kassen müssen 28 einzelne Vorgänge mit jeweils einem eigenen Stück Papier belegt werden”, erinnert sich Gisela Gehrmann. “Der Antrag als Vereinsmitglied, Datenschutz, Satzung, Schweigepflicht, Qualifizierung, Bescheinigung der Aufwandsentschädigung gegenüber dem Finanzamt … Das war ein Haufen Papier, bevor es überhaupt losgehen konnte. Jetzt liegen die Dokumente datenschutzgerecht bei Pengueen. Sie können dort in Ruhe gelesen und jeweils nur noch angeklickt und damit zur Kenntnis genommen werden. Man kann sie natürlich auch ausdrucken.”

“Was die Zusammenarbeit mit Pengueen besonders wertvoll macht, ist die Möglichkeit, das Programm an die Vereinsaufgaben und wachsenden Strukturen anzupassen. Es entwickelt sich sozusagen mit uns. Nicht der Verein muss sich an die Software anpassen, sondern umgekehrt.”

Gisela Gehrmann, Gründerin der Gesundheitsbuddys

“Ganz neu entwickelt wurde für uns die Ausgabe von Sportgeräten. Nun kann jeder Gesundheitsbuddy nach Bedarf Kleinsportgeräte vom Verein für die Hausbesuche ausleihen. Der Eintrag in Papierlisten früher war immer lückenhaft und unsere Inventur aufwendig. Jetzt trägt jeder Buddy bei Pengueen ein, wann er oder sie welche Geräte erhalten hat. Mit einem Klick erhält der Verein bei Bedarf eine Bestandsliste und kann einfach neue Materialien bestellen.”

In einem nächsten Schritt möchte der Verein die grenzenlose Flexibilität von Pengueen für die Abrechnung aller Hausbesuche einsetzen, von der Dokumentation eines Hausbesuches bis zur bevorstehenden digitalen Abrechnung gegenüber den Pflegekassen. Darauf möchte der Verein frühzeitig vorbereitet sein: “Wenn das mal kommt, dann sind die Ehrenamtlichen mit Pengueen bereits damit vertraut und voll im Betrieb.”

Über die Gesundheitsbuddys Potsdam

Die Gesundheitsbuddys Potsdam helfen alten Menschen durch ein ganz gezieltes Training nach einem wissenschaftlichen Konzept der Medizinischen Universität Wien beim Aufbau von Kraft, Koordination und Gleichgewicht. So können diese wichtigen Faktoren für Selbstständigkeit und Selbstbestimmung bis ins höchste Lebensalter erhalten oder wieder gestärkt werden.

Das Projekt wird vom Verein "Selbstbewusst altern in Europa e.V." getragen. Mittlerweile bringen rund 60 ehrenamtliche „junge Alte“ seit 2015 alten Menschen Bewegung in die Wohnung bringen. Die Gesundheitsbuddys engagieren sich zurzeit in Potsdam, Brandenburg, Werder, Michendorf, Falkensee und Berlin .

Ziel ist die Verbesserung der Alltagsmobilität hochaltriger Menschen, die zu Hause oder im Betreuten Wohnen leben. Mit jeder Portion Bewegung bekommen die Menschen auch eine Portion Lebensfreude und Selbstbestimmung zurück.

🎥  Demo des Vereinsmanagements

Erteilung des SEPA-Lastschriftmandats

Eintrag Sportgeräteliste

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