Pengueen ist jetzt auch in Bedburg im Einsatz. Auf der Website www.bedburg-lebt-demokratie.de können Bürger ihre Ideen für Demokratieprojekte einreichen oder Mittel für entsprechende Projekte beantragen. Demnächst sollen unter dieser Plattform Jugendliche Projekte für mehr digitale Teilhabe für Senioren entwickeln.

Für das Projekt hat sich eine ganze Reihe von Akteuren zusammengetan. Natürlich ist die Stadt Bedburg selbst samt Jugendamt involviert, außerdem sind das Förderprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Träger für sportbezogene Jugend- und Bildungsarbeit „RheinFlanke“ und das Ibis Institut für interdisziplinäre Beratung als Kooperationspartner dabei. Pengueen verantwortet die technische Umsetzung und Beratung.

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Über das Ibis Institut, das sich auf die Prozesse des demografischen Wandels spezialisiert hat – ein Bereich in dem auch Pengueen sehr aktiv ist – kam der Kontakt zu dem Projekt zustande. „Wir finden es immer sehr spannend, solche gesellschaftlichen Projekte mitgestalten und umsetzen zu dürfen“, sagt Pengueen-Gründer Sascha Landowski. „Grade bei solchen individuellen Ansprüchen lernen wir viel über die Bedarfe einer Stadt wie Bedburg bei der Demokratieförderung.“

Website mit Pengueen-Bereich

Kern des Projekts ist die gleichnamige Website www.bedburg-lebt-demokratie.de. Hier gibt es Informationen zu bisherigen, aktuellen und demnächst startenden Projekten. Außerdem gibt es einen passwortgeschützten Bereich, für den sich jeder Bedburger einfach und sicher registrieren kann, um eigene Projektideen vorzuschlagen oder für konkrete Projekte Fördermittel zu beantragen.

Der geschützte Bereich basiert auf der Pengueen-Plattform. Für „Bedburg lebt Demokratie“ wurden spezielle Kategorien entwickelt, die den Nutzern ermöglichen, ganz einfach und strukturiert ihre Ideen vorzuschlagen. Die Projektverantwortlichen in den beteiligten Institutionen können diese Vorschläge direkt in Pengueen einsehen, sich darüber austauschen und in Kontakt mit dem Ideengeber oder der Ideengeberin treten, um weitere Schritte abzustimmen.

Auch für diejenigen, die für bereits laufende oder konkret geplante Projekte Förderungen beantragen möchten, stehen ebenfalls eigene Kategorien zur Verfügung. Hier können sie die Eckdaten und weitere Informationen hinterlegen, die für die Beurteilung einer Förderung notwendig sind. Einfach und digital – ohne viel Papierkram. Auch hier haben die zuständigen Personen Zugriff auf die Informationen, können sich austauschen und die Antragsteller direkt kontaktieren.

Künftig Projekte begleiten
Geplant ist, dass mit Pengueen auch Projekte von „Bedburg lebt Demokratie!“ begleitet werden können. Pengueen dient dabei als gemeinsame Plattform für alle Beteiligten, die dort aktuelle Informationen zur Projektentwicklung hinterlegen oder sich auf den aktuellen Stand halten wollen. Direkt in Pengueen können sich die Beteiligten über Entwicklungsschritte austauschen – entweder per Kommentarfunktion, direkten Nachrichten oder gemeinsam in Projektgruppen. Auch gemeinsame Meetings können in Pengueen organisiert werden – vom Einladungsmanagement bis hin zur Protokollierung und Nachbereitung. Pengueen eignet sich hervorragend, gemeinsam Ideen in die Tat umzusetzen und stellt dafür zahlreiche Funktionen bereit, die sich schnell individuell anpassen lassen.

Die Website bettet sich in einen Beratungsprozess des Ibis Instituts ein. Im Rahmen dessen finden Maßnahmen statt, die die Basis für mehr Demokratieverständnis in der Stadt legen. Vor allem die generationenübergreifende Teilhabe und Selbstbestimmung stehen dabei im Vordergrund.

“Digitale Plattformen wie Pengueen, die auch generationsübergreifende Vernetzungen ermöglichen und für beide Seiten einen Mehrwert bieten, eigenen sich gut, Dialog und Teilhabe zu fördern”, so Frank Jessen vom Ibis Institut.

“Dialog und Teilhabe sind die Basis für eine funktionierende Demokratie.”

Frank Jessen, Leitungsteam Ibis Institut


Jugendprojekt für Senioren

Vor diesem Hintergrund steht das nächste Projekt schon konkret in den Startlöchern. Gemeinsam mit dem Jugendamt Bedburg und der Initiative RheinFlanke werden Jugendliche dazu aufgerufen, Projekte und Ideen zu entwickeln, um Senioren mehr digitale Teilhabe zu ermöglichen. Gleichzeitig sollen die Jugendlichen Einblicke dazu gewinnen, wie digitale Vernetzungen entstehen und aufgebaut werden, um besser zu Verstehen, wie zum Beispiel Social Media-Plattformen funktionieren. Dazu ist für den 19. August ein ThinkTank geplant, bei dem mit engagierten Jugendlichen Ideen und Vorschläge dazu erarbeitet werden.

“Mit Pengueen haben wir einen Digital-Partner bei uns, der in der Lage ist, auf die spezifischen Ansprüche eines Projekts wie ,Bedburg lebt Demokratie‘ individuell einzugehen.”

Jürgen Schmeier,
Leiter der Stabsstelle Soziale Stadt Bedburg


„Wir würden uns freuen, wenn auch die Jugendlichen bei ihrem Projekt für mehr digitale Teilhabe von Senioren auf Pengueen zurückgreifen würden“, so Jürgen Schmeier. Pengueen biete dafür die idealen Funktionalitäten, die sich schnell weiter anpassen ließen. Auch der sukzessive Ausbau eines Projektnetzwerkes sei ohne viel Aufwand möglich. So lassen sich mit Pengueen weitere Jugendliche und auch Lehrkräfte und weitere Zielgruppen einbinden.

Derzeit ist RheinFlanke dabei, Jugendliche zu dem Projekt anzusprechen und zu gewinnen. Spannend wird es dann am 17. Oktober beim Auftakt des Workshops im Schloß Bedburg.

Bild: Schloss Bedburg, Wikipedia, Fotograf: Tohama

Published On: August 31st, 2020 / Categories: Referenz / Tags: , , /